Muss ein Blazer immer …

… gefüttert sein?

Ein Blazer war früher immer gefüttert, wenn er eine entsprechende Qualität hatte.

Mittlerweile gibt es da auch im hochwertigen Segment teilgefütterte & ungefütterte Blazer.

Für mich kommt es auf verschiedene Faktoren an, ob ich einen Blazer gefüttert oder ungefüttert nähe.

1. Der Schnitt:

Was soll es denn für ein Blazer werden? Immer wieder die erste Frage! Soll der Blazer kurz, mittel oder lang sein? Soll die Silhouette eher fitted, boxy oder sogar oversized sein? Was für ein Revers mag ich für mich besonders gern? Nach Smokingart, in Schalform oder retro? Wie groß soll der Ausschnitt sein? Klassisch, weit ausgeschnitten oder hochgeschlossen?

Es gibt noch viele weitere Fragen, doch dies wird ja ein Blogartikel & keine Enzyklopädie …

2. Das Material:

Ist das Material sehr fest, braucht es nicht unbedingt ein Futter, damit der Blazer formstabil ist. Bei sehr weichem & dünnem Material, kann es sinnvoll sein, den Blazer zu füttern, damit er seine Form behält & nicht wie ein Shirt alles was darunter ist preisgibt. Sehr warmes Material wie Wintersweat braucht eher kein Futter, da sonst Saunaalarm ausgelöst werden könnte … hier kann jedoch ein Teilfutter (Schultern & oberer Rücken) genau die gewünschte Stabilität geben.

Mir sind da ja die bequemen Stoffe immer die liebsten!

3. Die Jahreszeit:

Ein Sommerblazer kommt eher ohne Futter daher. So kommt es eventuell nicht so schnell zu Schwitzilatäten … Ein Blazer für Herbst/ Winter kann schon eher ein Futter brauchen, da es trotz Heizung auch in Innenräumen etwas kühler ist.

4. Dieses Futter soll es sein:

Hier ist die Auswahl ziemlich groß! Meine Präferenz sind Futterstoffe mit Stretchanteil oder Kombinationen aus zum Beispiel einem Baumwollstoff für das Innenleben und klassischen Futtertaft für die Ärmel, damit meine Arme gut hineingleiten können.

5. DIE Details:

Ich mag ja das Besondere. Gerade mit Futterstoff & Details lässt es sich herrlich spielen! Ein sehr schlichter Stoff in Kombination mit einem kontrastfarbigen oder gemusterten Futter mag ich sehr! Besonders edel finde ich es, wenn dann noch eine Paspel zwischen Hauptstoff und Futterstoff eingearbeitet ist.

& was mache ich, wenn ich weiß, was ich wie nähen will?

Genau! Ich mache es einfach …

Nun ist Anfang der Woche bei mir eine neue Variante eingezogen.

Aus einem wunderbar zu verarbeitenden & zu tragenden Wildlederjersey ist eine blazerartige Jacke entstanden. Natürlich ist es mein eigener Schnitt in abgewandelter Form. Ich liebe die Jacke schon jetzt sehr ♥️!

Meine Minna hat diesmal Modell gestanden:

Die Jacke ist mit 4 Druckknöpfen verschlossen, für deren Annähen ich länger gebraucht habe, als für das Nähen der Jacke …

Um das Ausreißen der Knöpfe zu vermeiden, habe ich die Knopfleiste doppelt gearbeitet.

Das tolle an diesem Material ist, dass es nicht versäubert werden muss & Dank meines Rollschneiders schon sehr sauber zugeschnitten ist.

Am Rücken siehst Du meine bewusst anders gearbeitete Naht. Die Stoffe überlappen knapp und da habe ich einfach entlang genäht.

Am Ärmel wollte ich wieder ein besonderes Detail haben, was ich sehr gerne mag!

Ich hoffe Du kannst ein paar Ideen & Inspirationen mitnehmen. Mein neues Teil ist für mich definitiv ein Business-Begleiter, der sehr kombinationsfreudig ist & das ganz ohne Futter!

Wenn Du für Dich Etwas mitgenommen hast, freue ich mich, wenn Du es mir mitteilst!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

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