Kennst Du Deine Superkraft?

Meine hat, na klar, mit dem Nähen zu tun …

Es gibt die verschiedensten Bezeichnungen für das, was ich als meine Superkraft bezeichne. Vielleicht kennst Du einige dieser Begriffe wie besonderes Talent, Geniezone, besondere Gabe oder eben auch Kernkompetenz. Als Fan von Superhelden (& da mag ich die alten Originale) stehe ich natürlich auf Wonder Woman. Ehrlich gesagt habe ich mir schon mehrfach im Leben ihr goldenes Lasso der Wahrheit gewünscht oder so wunderbar schützende Armreifen, auch wenn ich glücklicherweise noch nie Kugeln abwehren musste!

Was kannst Du besonders gut? Wobei vergisst Du auch mal die Uhr oder sogar die ganze Welt?

Meine Mutter war sehr fasziniert von der Superkraft ihres Großvaters, der egal auf welchem Instrument jedes Lied, dass er einmal gehört hatte spielen konnte. Eine wunderbare Gabe! Dabei ist meine Mutter eher unmusikalisch & dafür mit anderen besonderen Fähigkeiten gesegnet. Da ich bitte so musikalisch werden sollte wie mein Urgroßvater ging ich schon zur musikalischen Früherziehung. Die Eltern warteten hinter einem Vorhang & eines Tages sagte die Oma eines anderen Kindes, dass sich die Eltern des Kindes, das gerade spielte, wirklich was schämen sollten, es hierher zu zwingen.

Du darfst 2x raten, wer da gerade spielte … Na klar! Das war ich. Um eines klar zu stellen, musikalisch bin ich nicht geworden, doch ich hatte sehr sehr viel Spaß dabei! Meine Superkraft sollte meine Liebe zur Musik also nicht werden. Spaß haben kann ich mit ihr trotzdem!

Meine Superkraft entwickelte sich ein paar Jahre später …

Meine erste Nähmaschine bekam ich mit 6 & dann wurden meine Tests an der Maschine nach & nach mutiger. Meine Barbies hatten spezielle Klamotten & die Puppen-Möbel waren auch oft individualisiert mit Hilfe von Stoff.

Nach vielen Versuchen & ziemlich vielen TfT‘s (Teilen für die Tonne) hat sich meine Superkraft entwickelt. Wenn ich ein Kleidungsstück sehe oder mir vorstelle zerlegt es sich vor meinem inneren Auge in die einzelnen Schnitteile. Bisher habe ich kein Fachbuch über Schnittkonstruktion gelesen, doch meine selbst gezeichneten Schnitte passen wie angegossen & ich bekomme viele Komplimente für meine selbst entworfenen & geschneiderten Kleidungsstücke.

Zudem mag ich gerne alte Techniken. An anderer Stelle habe ich schon mal berichtet, dass meine Mutter mich immer mit zum Nähkurs genommen hat. Die dortige Lehrerin war eine Schneidermeisterin der alten Schule. Meine Großtante hat ebenfalls viel genäht & sie war immer sehr chic in meiner Erinnerung an die von ihr genähten Kostüme & Kleider.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun auch schon mit Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein & ähnlichen Themen. Für mich gehört dieses Thema auch ins Nähzimmer. Dazu schreibe ich vielleicht demnächst nochmal einen eigenen Blogartikel.

Der große Vorteil selbst erstellter Schnittmuster ist für mich die perfekte Passform, da es ja ein Maßschnitt für den eigenen Körper ist! Natürlich gibt es noch weitere Vorteile. Zum Beispiel bin ich unabhängig von den Ideen der Schnittmusterhersteller was Design & Größe angeht. Dazu brauche ich weniger Zeit für die Anpassung da ich ja mit meinen eigenen Maßen arbeite. Ich spare Zeit, die ich zum Beispiel für das Ausdrucken & Kleben von E-Books benötigen würde (& es schont meine Nerven sowie den Tesa-Abroller). Ich überlege sehr genau ob ich genau diesen Schnitt benötige, statt bei einem Sale wahllos zuzuschlagen & Datenleichen in meiner Cloud zu produzieren, da ich die Schnittmuster nie nähen werde …

Erkennst Du Dich ein wenig wieder? Vom Stofflager rede ich da noch gar nicht …

Es hat ziemlich lange gedauert bis mir klar wurde dass es nicht normal ist, dass sich Kleidungsstücke vor meinem inneren Auge in die einzelnen Schnitteile zerlegen. Irgendwie dachte ich, dass diese Faähigkeit jeder hat. Ich mag einige sehr unterschiedliche Designer, doch die Schnitte von Vivienne Westwood haben mich schon in meiner Teeniezeit begeistert. Sie macht Mode für starke, selbsbewusste & feminine Frauen. Das hat mich schon damals angesprochen & tut es noch heute, auch wenn ihre Mode speziell ist. Gerade die Oft edle & gleichzeitig herausfordernde Abweichung von der Norm & den Punkeinschlag mag ich sehr. Als Kontrast mag ich zum Beispiel den klassischen Look von Ralph Lauren, die Linie von Coco Chanel, den New Look von Christon Dior, die der Weiblichkeit schmeichelnden Schnitte von Donna Karan, die der Weiblichkeit huldigenden Schnitte von Dolce & Gabbana, den Clean Chic von Jil Sander & ich liebe die Wickelkleider von Diane von Fürstenberg, die jeder Frau eine Sanduhr-Silhouette auf den Körper zaubern.

Diese Einflüsse begleiten & prägen meinen Stil seit meiner Jugend. Die entsprechenden Schnittmuster gibt es allerdings meist nur bis Größe 42 zu kaufen. Da hilft mir meine Superkraft sehr, die gesehenen Teile oder die Kleidungsstücke, die als Idee vor meinem inneren Auge in Einzelteile zu zerlegen & diese nach meinen Maßen zu zeichnen.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du Traumteile vor Deinem inneren Auge? Oder Teile, für die es kein Schnittmuster oder keines in Deiner Größe gibt?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

One Comment

Eine tolle Superkraft! 🙂

Liebe Grüße! Gabi

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