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Warum ich meine Nähprojekte plane & …

… vor allen Dingen wie

Kennst Du auch diese Lust-Projekte? Bis vor ungefähr zwei Jahren habe ich nach dem Lustprinzip genäht & so sah es in meinem Kleiderschrank dann auch aus! Ich liebe Farben, ich liebe Kleider, ich liebe ausgefallene Teile … So könnte ich noch eine ganze Zeit weitermachen!
Dementsprechend sah mein Schrankinhalt dann auch aus: bunt, laut, voller Einzelteile.

Irgendwie war das ganz schön frustrierend, denn ich habe nicht nur so genäht, sondern auch entsprechend eingekauft. Alles nähe ich ja nicht selbst.
Also habe ich damit angefangen mich mit der Frage zu beschäftigen, wie ich es insofern besser machen kann, dass ich wieder Spaß daran habe mich zu kleiden & die tägliche Auswahl mit Freude zu treffen.

Hier kommen meine Fragen, die ich mir heutzutage stelle, bevor ich mich um Schnitt & Material für ein Nähprojekt kümmere:

I. Braucht mein Freudenspender* ein solches Teil?
Mein Herz schreit in der Regel ganz laut JAAAAAAA, doch hier darf mein Kopf definitiv mitreden. Denn mein Kopf sagt NEIN, wenn ich mir die zehnte blau-weiß gestreifte Bluse nähen will (bisher sind es zwei & ich denke so zwei bis drei gehen schon noch; ja, da habe ich wohl einen Tick …)!
Wenn ich mir allerdings einen neuen Blazer in meiner Lieblingsfarbe blau nähen will, der nun ausnahmsweise gefüttert wird & der in einer Länge sein wird, die ich noch nicht habe, sagt mein Kopf sehr wohl JAAAAAAA mit der gleichen Begeisterung wie mein Herz.

II. Entspricht das Teil meinem Stil & meiner Körperform?
Hier darf mein Kopf das Ruder behalten! Schließlich will ich meine Kreativität, meine Zeit & mein Herzblut wirklich nur in Teile stecken, die auch wirklich zu mir passen. Zum Beispiel mag ich an anderen Frauen Rüschenkleider, doch an mir kommt beim Blick in den Spiegel eine Assoziation in mir auf, bei dem ich ziemlich breit grinse … Mädchenhafte Teile mag ich dagegen schon, denn meine Kleider sind häufig schlicht & doch mädchenhaft geschnitten. Das bin ich! Diese Klarheit habe ich durch liebevolle professionelle Begleitung & Ausprobieren gewonnen.
Ich kenne meine Körperformen & weiß wie ich sie bestmöglich verpacke, je nachdem, wie ich wirken will. Passt das Teil also zu mir, geht es weiter mit Frage III. …

III. Passt das Teil zum Rest meiner Garderobe?
Hier hilft ein Blick in meinen Freudenspender, denn dann ist ganz schnell klar, ob und wie gut sich das gewünschte neue Teil in den Rest meiner Garderobe einfügt. Nur wenn ich mindestens 5 Kombinationsmöglichkeiten habe, gibt es bei dieser Frage grünes Licht! Meist sind es allerdings weitaus mehr Kombinationsmöglichkeiten. Denn da ich meine Farben klar habe und diese nicht mehr einen Regenbogen bilden, kann ich mindestens 90% meiner Garderobe miteinander kombinieren.
Ein weiterer Aspekt bei dieser Frage ist, ob ich denn auch Gelegenheit habe das Teil zu tragen. Mir schwirrt immer noch ein wirklich zauberhaftes Kleid von Dolce & Gabbana durch den Kopf, dass ich Ende der 90er Jahre anprobiert habe. Bisher habe ich allerdings keine Gelegenheit ein Abendkleid zu tragen. Sollte sich dies irgendwann ergeben, werde ich wohl dieses Kleid abgestimmt auf meinen heutigen Körper schneidern. Auf der Pinnwand in meinem Hirn ist die technische Zeichnung immer noch fest angepinnt!

IV. Brauche ich das Teil jetzt oder kann es warten?
Ja, grundsätzlich bin ich begeistert von antizyklischem Handeln. Ich kaufe gerne im Herbst/ Winter Sommersachen & umgekehrt. Das gleiche gilt auch für das Kaufen von Materialien, da sie dann oft deutlich günstiger sind. Meine Vorliebe für Uni-Stoffe & Ringel hilft mir da natürlich, denn Trends & wilde Muster interessieren mich nämlich nicht die Bohne …
Also frage ich mich, ob ich das Teil nun auch jetzt sofort brauche oder ob es noch warten kann. Ich will zum Beispiel unbedingt ein weißes bodenlanges Ibiza-Kleid. Tragen kann ich es vor dem nächsten Sommer auf gar keinen Fall. Der dunkelblaue, gefütterte Blazer wird mich während der Herbst/Winter Saison definitiv regelmäßig begleiten.
Was denkst Du also, wofür ich mich entscheiden werde?
Im Mai würde meine Entscheidung hier definitiv anders ausfallen, doch jetzt ist Oktober & somit steht die Blazerampel auf grün & das Ibizakleid steht noch ein wenig an der roten Ampel.

V. Welches Material & welche Farbe passen zu dem Teil, zu mir & fehlen noch in meinem Freudenspender?
Also, das Teil & die Farbe habe ich ja irgendwie schon klar. Also es wird ein blauer Blazer! Jetzt geht es um das Material. Einen dunkelblauen Samtblazer habe ich bereits, also fällt dieses Material raus. Da der Blazer gefüttert werden soll, steht hier auch eine Entscheidung an. Mein Blazer soll Stand haben & einen sportlich chicen Stil transportieren.
Ich mag nicht so wirklich gerne Kunstfasern, also wird der Blazer aus Twill sein & das Futter wird aus Viskose sein.
Irgendwie freue ich mich ja jetzt schon auf den fertigen Blazer!
Siehst Du wie viel leichter die Entscheidungen fallen, wenn Du Klarheit hast?

VI. Welche Details kann ich einbauen, damit es ganz MEINS ist?
Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen, dass ich gerne besondere Details mag an meinen Kleidungsstücken. Der dunkelblaue Stoff ist sehr schlicht & das Futter ist ebenfalls dunkelblau mit Paisley-Muster Ton in Ton.
Da ich im Herbst/Winter meist rot als Kombination zu dunkelblau trage werde ich zwischen Futter und Beleg noch rotes Paspelband einarbeiten & als besonderes Highlight habe ich die Expertin für Veredelung aus meinem Onlinekurs gebeten mir eine Stickerei auf den Blazer zu arbeiten. Irgendwie freue ich mich ja jetzt schon wie bolle!
Wie siehst Du das? Magst Du besondere Details oder hast Du es lieber ganz pur?

Für mich ist dieser Entscheidungsprozess unheimlich wichtig, weil ich auf gar keinen Fall ein riesiges Stofflager haben möchte & auch nicht meinen Schrank proppenvoll haben will!
Ich mag es schon eine gute & für mich ausreichende Auswahl zu haben, doch ein Übermaß an Fülle erschlägt mich eher, als dass es mich erfreut.

Vielleicht hilft Dir meine Fragen-Liste ja auch bei der Entscheidung was Du als Nächstes nähen willst, wenn zu viele Ideen & Wünsche in Deinem Kopf herumschwirren!

Wie immer freue ich mich, wenn Du mir ein Feedback zu Deiner Sichtweise gibst & bin gespannt, wie Du Deine Nähprojekte planst!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

* so nenne ich meinen Kleiderschrank

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Wie Wünsche Bäume versetzen oder …

… warum ich wieder eine Tasche genäht habe

Diejenige, die mich kennt weiß, dass ich lieber Biesen oder hochkomplizierte Kleidungsstücke nähe als eine Tasche!

Taschen nähen stresst mich! Ich bin voller Bewunderung für fleißige Taschen-Näherinnen, wie die liebe Delia von Nähmusik. All diese Details und dann womöglich noch das Rumgefrickel (das sagt man im Ruhrpott für Gefummel) mit dem Reißverschluss. Dazu kommt noch die Entscheidung welche Einlage die richtige ist & welche Details mir besonders wichtig sind klar zu haben.

Hinterher bin ich stolz & reif für eine zweistündige Nackenmassage …

Da ich nun schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Handtasche in dunkelblau war, die meine geliebte Beutelform hat, dabei nicht zu schwer ist, in der Ausführung schlicht & dabei als Allrounder die perfekte Begleitung in Job & Freizeit ist, musste ich selbst ran. Denn eine solche Tasche, deren Preis ich aktuell bereit bin zu bezahlen habe ich nicht gefunden.

Da Anleitungen nicht so mein Ding sind & ich in der Form eh keinen Taschenschnitt gefunden habe, bin ich kreativ an mein Schnittmustermaterial herangegangen.

Das sind nun die Schnitteile, aus denen mein neuer Allrounder entstanden ist:

Meist trage ich Silberschmuck, doch an Taschen mag ich auch sehr gerne andere Metalle. Hier habe ich nun antikmessingfarbene Teile gewählt & durfte während des Nähens feststellen, dass mein Endlosreißverschluss und der schöne Zipper nicht kompatibel sind … so ist das häufiger bei mir. Wie gut dass ich mich von solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten lasse!

Der Taschenkörper und der Trageriemen bestehen aus Kunstleder. Das Futter habe ich aus einem Stoffrest gemacht, von dem Stoff den meine Kurstesterinnen für den Blazer bekommen haben. Der Stoff hat einen festen Griff und ist durch die gewebte Struktur ziemlich edel für ein Taschenfutter.

So sieht das fertige Modell aus, das Minna mit Freude präsentiert:

Ich mag den Knautschlook sehr & durch das Kunstleder wird sie auch bei Hamburger Wetter eine treue Begleitung sein.

Das Futter hat nahezu die gleiche Farbe wie das Kunstleder und ich liebe sie schon jetzt, nachdem sie eine Woche im Einsatz ist.

Super ist das geringe Gewicht, bei dem definitiv keine Ledertasche mithalten kann.

Wenn Du Dich regelmäßig in Großstädten bewegst, weißt Du die Vorteile eines Reißverschlusses garantiert ebenso zu schätzen wie ich.

Langfinger sind hier überall! Ich überlege nur gerade noch, ob ich den Zipper mit einem Lederrest aufpeppe, da ich ja auf das tolle Teil in Metallfarbe verzichten musste.

Heute darfst Du sogar einen Blick in meine Tasche werfen. Es ist ja noch aufgeräumt & ohne Krümel beim Blick hinein …

Sie hat zwei Innentaschen für meine beiden Handys und das, was sofort greifbar sein muss. Sowie eine große Teilung, um zum Beispiel Einkaufsbeutel o.ä. zu beherbergen.

Da ich eine notorische Schlüsselsucherin bin, hat sie auch einen Schlüsselfinder. Der Karabiner wird noch ausgetauscht, sobald ich einen in der richtigen Metallfarbe gefunden habe.

Hier ist nochmal ein Blick ins Innenleben aus einer anderen Perspektive.

Ich bin auf jeden Fall ganz verliebt & auch sehr stolz auf mich, dass ich mich endlich überwunden habe. Das Material lag nun schon seit mehreren Monaten im Nähzimmer *hüstel*.

Kennst Du das auch? Also dass Du ein Teil wirklich haben willst & Du dann doch eine gefühlte Ewigkeit brauchst, um es anzugehen?

Hinterher denke ich dann immer „war ja gar nicht so schlimm wie befürchtet“!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Ja, Rüschen machen Volumen & …

… es stört mich nicht im Geringsten.

Als ich dieses Kleid beim Me-Made-May getragen habe, kommentierte eine Frau sehr zaghaft, dass dieses Kleid ja sehr schön verarbeitet zu sein scheint, aber eben auch Volumen macht.

Meine Antwort darauf war: Na klar, denn darunter ist auch ganz schön viel Volumen. Es wird keinem Kleidungsstück der Welt gelingen optisch eine 34 aus mir zu machen & es gibt Tage, da möchte ich seeeehr luftig angezogen sein.

Kennst Du das auch? Ich habe Tage, an denen möchte ich im Cafe sitzen, die Sonne genießen & ein Stück Kuchen zu meinem Kaffee. Das ganze dann bitte ohne Bauch einziehen, mir Gedanken machen, ob man auch nicht zu weit unter den Rock schauen kann. Alternativ mag ich es auch im Sommer im Park auf der Wiese zu sitzen & es gibt Kleider in denen das wirklich eine Herausforderung ist! In diesem Kleid bin ich dann ganz entspannt.

Der Stoff ist ganz fein gestreift in blau weiß & ich mag diese Streifen seitdem ich als Kind in genau diesem Muster ein Matrosenkleid hatte, das ich sehr geliebt habe.

Der Schnitt ist am Oberteil wieder der angepasste Schnitt aus der Ottobre 5/2012, den ich schon beim Partykleid verwendet habe. Für die Stufen habe ich geschaut wie lang mein Kleid sein soll und habe die Rocklänge einfach durch zwei geteilt.

Hier kam dann mein geliebter Ruffler an meinem Porsche zum Einsatz, den ich von meiner Mutter zu Weihnachten bekommen habe. Es gibt nämlich kaum Etwas an der Nähmaschine, das ich weniger kann, als Raffen …

Da ich besondere Details liebe, habe ich die Buchstaben-Nähfunktion an meinem Porsche genutzt und mein Monogramm eingenäht. Natürlich habe ich hier die Garnfarbe einen Tick dunkler gewählt, als der blaue Streifen ist.

Da der Stoff so dünn ist, ließ er sich auch an den Belegen trotz Ovi-Versäuberung super umschlagen und vernähen.

Wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, wie sehr ich es liebe in meinen Röcken & Kleidern Taschen zu haben!

Gerade bei den weit fallenden Stufen musste ich natürlich Taschen einarbeiten & freue mich bei jedem Tragen darüber wie ein kleines Kind. Ganz besonders, weil sie mir so gut gelungen sind!

Die Rüsche, die ich ursprünglich am Ärmel angesetzt hatte gefiel mir nicht und der Ärmel war mir gefühlt zu eng. Also habe ich die Ärmel nochmal neu zugeschnitten und diesmal ohne Abschlussrüsche gearbeitet (davon habe ich nur noch kein Foto gemacht).

Interessant finde ich, dass sowohl beim oben bereits erwähnten Partykleid, wie auch bei dem folgenden die Ärmel genau gleich groß zugeschnitten wurden, das Material sich aufgrund seiner Eigenschaften dann schlussendlich völlig anders verhält.

Das rote Kleid ist aus Leinen, das Partykleid aus einer schweren Baumwollqualität mit Glitzerfaden und das blau-weiße Kleid ist aus einem Baumwoll-Poly-Gemisch. Alle drei Stoffe sind ohne Stretchanteil.

Weil ich bekennende Serientäterin bin, was das Nähen angeht, habe ich schon wirklich viel über Stoffe und ihre Eigenschaften lernen dürfen!

Mein Walla-Walla-Kleid ist auf jeden Fall ein Lieblingsstück, das mich bestimmt lange begleiten wird & wenn es in HH nochmal richtig heiß wird in diesem Sommer, darf es sogar mit ins Büro …

Magst Du diese Art Kleider oder magst Du es ausschließlich Figurbetont?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

*enthält Werbung wegen Verlinkung*

Alle Produkte, Zubehör & Stoffe wurden bezahlt.

Mein Allrounder-Kleid & wieso …

… es mich nahezu ganzjährig begleitet

Hast Du auch Teile in Deinem Schrank, die Dich nahezu ganzjährig begleiten?

Diese schlichten, megagut zu kombinierenden Teile sind zwar die eher unspektakulären Nähprojekte, doch mir machen sie oft mehr Freude. Hier kann ich mich in der Technik verlieren, achte besonders auf die Details & nehme gerne besonders langlebige Stoffe.

Eines dieser Teile in meinem Schrank ist zum Beispiel mein geliebtes Jeanskleid ♥️!

Es ist so schlicht, dass ich es nahezu immer wieder anders tragen kann. Es hat keine Ziernähte oder herausstechende Garnfarbe in der Farbe meiner Accessoires (grau, salbei & rot wären da ganz weit vorne).

So ganz pur trage ich es gerne im Büro im Frühjahr oder jetzt (denn HH scheint sich gerade herbstbereit zu machen):

Wenn es offizieller wird oder Außentermine anstehen, mag ich es auch mit einem dezenten Blazer kombiniert:

Auch im Herbst & Winter passt es sich wunderbar mit Schal & Stiefeln an:

Privat darf es dann auch mal eine andere Seite zeigen mit Doc Martens und Tuch:

Besonders an den Details habe ich große Freude, wenn zum Beispiel die Falte den Abnäher beim ersten Versuch trifft:

Noch besonderer machen es für mich die Details wie der Beleg am Ausschnitt:

& am Ärmel:

So fühle ich mich einfach in jeder Art das Kleid zu tragen sauwohl & freue mich über einen hoffentlich langjährigen Begleiter!

Denn mein Ziel ist ein „Dinosaurier“-Schrank a la FRAU MAIER Stilberatung !

In diesem Artikel hast Du somit hoffentlich einen Dinosaurier entdeckt.

Der Schnitt ist wieder mein Lieblingskleid aus der Ottobre 5/2012.

Ich sitze heute wieder in meinem Home Office & arbeite an meinem Onlinekurs. Aufgrund des Wetters trage ich mein Kleid mit Schal, Strümpfen und Puschen.

Was machst Du heute?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

*unbezahlte Werbung wegen Markennennung*

Ein Jerseyblazer ohne Futter ist …

… genau das, was ich gerade brauche!

Der Sommer meldet sich und auch bei sommerlichen Temperaturen habe ich Termine, an denen es ziemlich formell zugeht.

Ein Blazer aus Sweat oder aus klassischem Businessmaterial ist doch eher zu warm. Sommerwolle vertrage ich nicht so gut, weil selbst die beste Qualität mich kratzt …

Also habe ich mich für einen festen Jersey entschieden. Das gleiche Material habe ich schon für diese Kombination verarbeitet.

Ich habe einmal alle Einzelteile für Dich geknipst. Ein Wunder dass ein Foto ohne Viktor gelungen ist!

Die Frage bei einem ungefütterten Blazer ist immer, wie gestalte ich das Innenleben? Wie versäubere ich das Ganze? Was passt zum Material?

Da dieser Blazer aus Jersey ist, habe ich mich für das Versäubern mit der Overlock entschieden. Für französische Nähte ist das Material zu dick & für eine Versäuberung mit Schrägband zu dünn, bzw. zu empfindlich.

Hier siehst Du ein paar Bilder vom Inneren:

Dann musste natürlich noch die Entscheidung getroffen werden, mit welchem Knopf ich den Blazer schließe.

Diese drei Knöpfe kamen in Frage:

Geworden ist es dann der große rote Knopf in der Mitte!

Das Knopfloch habe ich mit einem Flies verstärkt, da sonst bei Jersey die Knopflöcher häufig unregelmäßig werden.

Das Foto habe ich nach mehrmaligem Schließen & Öffnen geknipst.

Natürlich gibt es auch ein paar Bilder von Außen! Ich mag diese Blazerform sehr & trage sie zu nahezu allen Teilen. Egal ob Kleid, Rock oder Hose.

Besonders die Ziernaht mag ich gern!

Die Wiener Nähte vorne geben dem Blazer Form und Sitz. Das finde ich toll! Denn auch mit „viel Figur“ mag ich eher figurbetonte Kleidung. Walla-Walla-Mode macht es in meinen Augen optisch eher unansehnlicher! Den Schnitt habe ich selbst erstellt nach meinen Maßen.

Zum ersten Mal gibt es auch einen kleinen Film des Blazers!

Was trägst Du gerne im Sommer im Büro? Verrätst Du es mir?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Psst 🤫 ich arbeite an Workshop 2 für meinen Beta-Kurs zur Schnitterstellung. Gestern ging Workshop 1 online & ich finde es gerade super spannend 😍!

Muss ein Blazer immer …

… gefüttert sein?

Ein Blazer war früher immer gefüttert, wenn er eine entsprechende Qualität hatte.

Mittlerweile gibt es da auch im hochwertigen Segment teilgefütterte & ungefütterte Blazer.

Für mich kommt es auf verschiedene Faktoren an, ob ich einen Blazer gefüttert oder ungefüttert nähe.

1. Der Schnitt:

Was soll es denn für ein Blazer werden? Immer wieder die erste Frage! Soll der Blazer kurz, mittel oder lang sein? Soll die Silhouette eher fitted, boxy oder sogar oversized sein? Was für ein Revers mag ich für mich besonders gern? Nach Smokingart, in Schalform oder retro? Wie groß soll der Ausschnitt sein? Klassisch, weit ausgeschnitten oder hochgeschlossen?

Es gibt noch viele weitere Fragen, doch dies wird ja ein Blogartikel & keine Enzyklopädie …

2. Das Material:

Ist das Material sehr fest, braucht es nicht unbedingt ein Futter, damit der Blazer formstabil ist. Bei sehr weichem & dünnem Material, kann es sinnvoll sein, den Blazer zu füttern, damit er seine Form behält & nicht wie ein Shirt alles was darunter ist preisgibt. Sehr warmes Material wie Wintersweat braucht eher kein Futter, da sonst Saunaalarm ausgelöst werden könnte … hier kann jedoch ein Teilfutter (Schultern & oberer Rücken) genau die gewünschte Stabilität geben.

Mir sind da ja die bequemen Stoffe immer die liebsten!

3. Die Jahreszeit:

Ein Sommerblazer kommt eher ohne Futter daher. So kommt es eventuell nicht so schnell zu Schwitzilatäten … Ein Blazer für Herbst/ Winter kann schon eher ein Futter brauchen, da es trotz Heizung auch in Innenräumen etwas kühler ist.

4. Dieses Futter soll es sein:

Hier ist die Auswahl ziemlich groß! Meine Präferenz sind Futterstoffe mit Stretchanteil oder Kombinationen aus zum Beispiel einem Baumwollstoff für das Innenleben und klassischen Futtertaft für die Ärmel, damit meine Arme gut hineingleiten können.

5. DIE Details:

Ich mag ja das Besondere. Gerade mit Futterstoff & Details lässt es sich herrlich spielen! Ein sehr schlichter Stoff in Kombination mit einem kontrastfarbigen oder gemusterten Futter mag ich sehr! Besonders edel finde ich es, wenn dann noch eine Paspel zwischen Hauptstoff und Futterstoff eingearbeitet ist.

& was mache ich, wenn ich weiß, was ich wie nähen will?

Genau! Ich mache es einfach …

Nun ist Anfang der Woche bei mir eine neue Variante eingezogen.

Aus einem wunderbar zu verarbeitenden & zu tragenden Wildlederjersey ist eine blazerartige Jacke entstanden. Natürlich ist es mein eigener Schnitt in abgewandelter Form. Ich liebe die Jacke schon jetzt sehr ♥️!

Meine Minna hat diesmal Modell gestanden:

Die Jacke ist mit 4 Druckknöpfen verschlossen, für deren Annähen ich länger gebraucht habe, als für das Nähen der Jacke …

Um das Ausreißen der Knöpfe zu vermeiden, habe ich die Knopfleiste doppelt gearbeitet.

Das tolle an diesem Material ist, dass es nicht versäubert werden muss & Dank meines Rollschneiders schon sehr sauber zugeschnitten ist.

Am Rücken siehst Du meine bewusst anders gearbeitete Naht. Die Stoffe überlappen knapp und da habe ich einfach entlang genäht.

Am Ärmel wollte ich wieder ein besonderes Detail haben, was ich sehr gerne mag!

Ich hoffe Du kannst ein paar Ideen & Inspirationen mitnehmen. Mein neues Teil ist für mich definitiv ein Business-Begleiter, der sehr kombinationsfreudig ist & das ganz ohne Futter!

Wenn Du für Dich Etwas mitgenommen hast, freue ich mich, wenn Du es mir mitteilst!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Der Mai war …

… ein ganz schön aufregender Monat!

Zum ersten Mal habe ich es geschafft wirklich jeden Tag (manchmal auch in der Nacht) selbstgenähte Kleidung zu tragen ♥️

Woche 1:

In der ersten Woche des Me Made May habe ich alte, schon etwas abgeliebte Stücke getragen & auch neue, heiß geliebte Teile, wie die beiden Blusen nach meinem selbst erstellten Schnitt.

Ungewohnt war für mich auf jeden Fall, jeden Morgen mehrere Bilder zu machen & sowohl auf Facebook, als auch bei Instagram hochzuladen.

Woche 2:

Auch hier gibt es wieder Altes & Neues aus meinem Schrank, wobei nicht alle Teile Me-Made sind. Die Jeans und das graue Shirt sind gekauft.

Woche 3:

In Woche 3 habe ich gesundheitlich ein wenig geschwächelt & der Me Made May wollte trotzdem bedient werden…

Besonders die beiden roten Kleider mag ich total gern! Vom Stil her sind sie total unterschiedlich, doch beide Stile haben in meinem Schrank ihre Berechtigung. Das Jerseykleid gibt es seit letzten Sommer bereits in dunkelblau. Das Leinenkleid gab & gibt es in verschiedenen Variationen. Unter anderem als Partykleid aus diesem Blogpost, aus Jeans-Jersey, aus weißer Baumwollspitze & mit alternativem Rockteil aus fein hellblau-weiß gestreifter Webware (Tag 31). Mein Allrounder sozusagen!

Woche 4:

Hier habe ich Dir auch eines meiner Nachthemden gezeigt (wie gut dass mir fast Nix peinlich ist …) & auch wieder Homewear.

An Tag 27 ist es das einzige Mal vorgekommen, dass ich ein Teil zum zweiten Mal getragen habe. Das Shirt hatte ich bereits an Tag 7 in anderer Kombination an. An Tag 27 dann mit dem dazugehörigen Rock!

Das Leo-Futter meines Rocks aus Wildlederjersey ist für mich selbst immer ein Freudenbringer, da es mich zum Schmunzeln bringt. Unerwartete Details mag ich nämlich besonders gern!

Woche 5 & Resümee:

Mein Lieblings-Schlafi, Homewear & mein neues Sommerkleid rundeten den Me Made May 2019 gelungen ab!

Das Sommerkleid hat gestern nochmal neue Ärmel bekommen, die etwas weiter sind (Juhu Bewegungsfreiheit) & die Rüsche an den Ärmeln war mir im Alltag dann doch zu viel … Jetzt isses perfekt!

Mein Resümee zum diesjährigen Me Made May ist, dass ich auf jeden Fall sehr schöne selbstgenähte Kleidung habe, die mich deutlich besser putzt als die meiste Kaufkleidung ♥️! Die Auswahl, die ich mir in den letzten Jahren ‚ernäht‘ habe ist deutlich größer als mir bewusst war & ich habe meine To-Sew-Liste zum Teil abgearbeitet, zum Teil überarbeitet & zum Teil erweitert!

Langweilig kann mir somit in den nächsten Monaten nicht werden & ich freue mich, dass ich nun, wo der Juni begonnen hat, wieder mehr Zeit zum Nähen & Ideen spinnen habe! Ich arbeite jetzt nämlich nur noch an 4 Tagen pro Woche & lasse mich vom Geschenk meiner Kreativität aus dem Alltag entführen …

Ich bin dann mal im Nähzimmer ♥️🧵🤩, denn ab Mittwoch habe ich Urlaub & bin zum letzten Mal in diesem Jahr mit der wunderbaren FRAU MAIER Stilberatung in Frankfurt am Main zu ihrem Live Event. Da will ich ja Kleider tragen, die mich putzen …

Das Bild ist vom Live Event im November 2018 & ich freu mich wie Bolle auf tolle Tage mit großartigen Frauen 🥰.

Was machst Du heute Schönes? Hast Du schon Urlaubspläne?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)-Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Mein neues Lieblingskleid oder…

… it’s all about the details

Es gab und gibt schon das eine oder andere Lieblingsteil in meinem Schrank ♥️!

Nun habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt. Schon lange wollte ich ein Partykleid haben, das auch ein wenig Glitzer versprüht 💫! So ein bisschen Konfettiregen mag ich ja schon, wenn ich auch sonst nicht die Glitzermarie bin.

Als ich bei Stoff & Stil mit einer Freundin wegen etwas gaaaaanz Anderem war, habe ich mich in diesen Stoff auf dem Reduziert-Regal verliebt & zwar sowas von rettungslos!

Welche Art von Kleid ich daraus nähen wollte war mir ziemlich schnell klar. Der Schnitt sollte schlicht sein, mir trotzdem Bewegungsfreiheit geben & noch das gewisse Etwas mitbringen.

Also wurde es einer meiner Lieblingsschnitte, der noch aus der Zeit stammt, bevor ich meine Schnitte selbst gemacht habe. Es ist das Kleid No. 1 aus der Ottobre 05/2012, das ich mehrfach im Schrank habe & das mir mit Webstoffen immer super gelingt, seit ich die erforderlichen Anpassungen daran vorgenommen habe.

Ja, ich kann sagen dass ich das Kleid schon jetzt liebe & es wird sehr wahrscheinlich die eine oder andere Party miterleben …

Nun fehlt mir nur noch eine kleine silberne Tasche, um meine wichtigsten Dinge dann auch zur Party mitnehmen zu können .

Da ich bei diesem Stoff (er ist ziemlich fest) keine französischen Nähte nutzen konnte, habe ich nach dem Zuschnitt zunächst alle Teile mit der Overlock versäubert.

Beim Blick in den Ärmel siehst Du, was ich meine:

Bei den Abnähern habe ich mich bemüht die Streifen bestmöglich zu treffen & war sehr glücklich, dass der Nahttrenner nicht zu oft im Einsatz war …

Am Halsausschnitt wollte ich auf gar keinen Fall eine umlaufende Naht. Also habe ich mich dafür entschieden kleine Nähte zu setzen (vorne in der Mitte, rechts und links vom Ausschnitt, an den Schulternähten & an den hinteren oberen Abnähern). In dem blauen Herzen siehst Du eine dieser Nähte. Nun ist der Beleg fixiert ohne störende umlaufende Naht.

Eine Nahttasche habe ich natürlich auch eingearbeitet, denn ich brauche wenigstens die Transportmöglichkeit für ein Taschentuch.

Da ich auch hier die Streifen ziemlich gut getroffen habe, ist meine Begeisterung entsprechend groß …

Da ich die Nahtzugabe an der Tasche des Vorderteils mit der Nähmaschine angeheftet habe, zieht sie sich gut nach innen und fällt genauso, wie ich es mir vorgestellt habe!

Als besonderes Detail habe ich zum ersten Mal die im Schnittmuster enthaltene Ärmelrüsche angesetzt & es gefällt mir sehr!

Was den Saum angeht, habe ich mir so meine Gedanken gemacht, welche Optik ich mir hier wünsche …

Einen einfachen Saum wollte ich nicht & einen Blindsaum habe ich mir bei dem leicht flutschigen Stoff nicht zugetraut, da mir noch der Blindstichfuß für meinen Porsche fehlt. Also war guter Rat teuer!

Dann fiel mir die Rolle Ripsband in die Hände, die ich, na klar, für einen ganz anderen Zweck gekauft habe.

Für mich ist der Saum mit Ripsband die perfekte Vollendung für mein Partykleid!

Durch das Ripsband hat der Saum auch einen Tick mehr Gewicht und der Rock hat einen schönen Fall!

Von hinten mag ich es auch.

Ja, ich könnte das Kleid bügeln. Das möchte ich allerdings nicht! Ich mag den knautschigen Look als Kontrast zu dem Glitzern des Stoffes.

Sozusagen als Stilbruch ♥️!

Spätestens wenn ich Anfang Juni wieder in Frankfurt sein werde zum Live Event mit FRAU MAIER Stilberatung, wird das Partykleid zum ersten Mal ausgeführt!

Natürlich berichte ich danach & zeige auch mein silbernes Täschchen, was bis dahin hoffentlich bei mir wohnt …

Magst Du auch besondere Details & Materialien?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

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