nähen

Kennst Du Deine Superkraft?

Meine hat, na klar, mit dem Nähen zu tun …

Es gibt die verschiedensten Bezeichnungen für das, was ich als meine Superkraft bezeichne. Vielleicht kennst Du einige dieser Begriffe wie besonderes Talent, Geniezone, besondere Gabe oder eben auch Kernkompetenz. Als Fan von Superhelden (& da mag ich die alten Originale) stehe ich natürlich auf Wonder Woman. Ehrlich gesagt habe ich mir schon mehrfach im Leben ihr goldenes Lasso der Wahrheit gewünscht oder so wunderbar schützende Armreifen, auch wenn ich glücklicherweise noch nie Kugeln abwehren musste!

Was kannst Du besonders gut? Wobei vergisst Du auch mal die Uhr oder sogar die ganze Welt?

Meine Mutter war sehr fasziniert von der Superkraft ihres Großvaters, der egal auf welchem Instrument jedes Lied, dass er einmal gehört hatte spielen konnte. Eine wunderbare Gabe! Dabei ist meine Mutter eher unmusikalisch & dafür mit anderen besonderen Fähigkeiten gesegnet. Da ich bitte so musikalisch werden sollte wie mein Urgroßvater ging ich schon zur musikalischen Früherziehung. Die Eltern warteten hinter einem Vorhang & eines Tages sagte die Oma eines anderen Kindes, dass sich die Eltern des Kindes, das gerade spielte, wirklich was schämen sollten, es hierher zu zwingen.

Du darfst 2x raten, wer da gerade spielte … Na klar! Das war ich. Um eines klar zu stellen, musikalisch bin ich nicht geworden, doch ich hatte sehr sehr viel Spaß dabei! Meine Superkraft sollte meine Liebe zur Musik also nicht werden. Spaß haben kann ich mit ihr trotzdem!

Meine Superkraft entwickelte sich ein paar Jahre später …

Meine erste Nähmaschine bekam ich mit 6 & dann wurden meine Tests an der Maschine nach & nach mutiger. Meine Barbies hatten spezielle Klamotten & die Puppen-Möbel waren auch oft individualisiert mit Hilfe von Stoff.

Nach vielen Versuchen & ziemlich vielen TfT‘s (Teilen für die Tonne) hat sich meine Superkraft entwickelt. Wenn ich ein Kleidungsstück sehe oder mir vorstelle zerlegt es sich vor meinem inneren Auge in die einzelnen Schnitteile. Bisher habe ich kein Fachbuch über Schnittkonstruktion gelesen, doch meine selbst gezeichneten Schnitte passen wie angegossen & ich bekomme viele Komplimente für meine selbst entworfenen & geschneiderten Kleidungsstücke.

Zudem mag ich gerne alte Techniken. An anderer Stelle habe ich schon mal berichtet, dass meine Mutter mich immer mit zum Nähkurs genommen hat. Die dortige Lehrerin war eine Schneidermeisterin der alten Schule. Meine Großtante hat ebenfalls viel genäht & sie war immer sehr chic in meiner Erinnerung an die von ihr genähten Kostüme & Kleider.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun auch schon mit Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein & ähnlichen Themen. Für mich gehört dieses Thema auch ins Nähzimmer. Dazu schreibe ich vielleicht demnächst nochmal einen eigenen Blogartikel.

Der große Vorteil selbst erstellter Schnittmuster ist für mich die perfekte Passform, da es ja ein Maßschnitt für den eigenen Körper ist! Natürlich gibt es noch weitere Vorteile. Zum Beispiel bin ich unabhängig von den Ideen der Schnittmusterhersteller was Design & Größe angeht. Dazu brauche ich weniger Zeit für die Anpassung da ich ja mit meinen eigenen Maßen arbeite. Ich spare Zeit, die ich zum Beispiel für das Ausdrucken & Kleben von E-Books benötigen würde (& es schont meine Nerven sowie den Tesa-Abroller). Ich überlege sehr genau ob ich genau diesen Schnitt benötige, statt bei einem Sale wahllos zuzuschlagen & Datenleichen in meiner Cloud zu produzieren, da ich die Schnittmuster nie nähen werde …

Erkennst Du Dich ein wenig wieder? Vom Stofflager rede ich da noch gar nicht …

Es hat ziemlich lange gedauert bis mir klar wurde dass es nicht normal ist, dass sich Kleidungsstücke vor meinem inneren Auge in die einzelnen Schnitteile zerlegen. Irgendwie dachte ich, dass diese Faähigkeit jeder hat. Ich mag einige sehr unterschiedliche Designer, doch die Schnitte von Vivienne Westwood haben mich schon in meiner Teeniezeit begeistert. Sie macht Mode für starke, selbsbewusste & feminine Frauen. Das hat mich schon damals angesprochen & tut es noch heute, auch wenn ihre Mode speziell ist. Gerade die Oft edle & gleichzeitig herausfordernde Abweichung von der Norm & den Punkeinschlag mag ich sehr. Als Kontrast mag ich zum Beispiel den klassischen Look von Ralph Lauren, die Linie von Coco Chanel, den New Look von Christon Dior, die der Weiblichkeit schmeichelnden Schnitte von Donna Karan, die der Weiblichkeit huldigenden Schnitte von Dolce & Gabbana, den Clean Chic von Jil Sander & ich liebe die Wickelkleider von Diane von Fürstenberg, die jeder Frau eine Sanduhr-Silhouette auf den Körper zaubern.

Diese Einflüsse begleiten & prägen meinen Stil seit meiner Jugend. Die entsprechenden Schnittmuster gibt es allerdings meist nur bis Größe 42 zu kaufen. Da hilft mir meine Superkraft sehr, die gesehenen Teile oder die Kleidungsstücke, die als Idee vor meinem inneren Auge in Einzelteile zu zerlegen & diese nach meinen Maßen zu zeichnen.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du Traumteile vor Deinem inneren Auge? Oder Teile, für die es kein Schnittmuster oder keines in Deiner Größe gibt?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Warum ich meine Nähprojekte plane & …

… vor allen Dingen wie

Kennst Du auch diese Lust-Projekte? Bis vor ungefähr zwei Jahren habe ich nach dem Lustprinzip genäht & so sah es in meinem Kleiderschrank dann auch aus! Ich liebe Farben, ich liebe Kleider, ich liebe ausgefallene Teile … So könnte ich noch eine ganze Zeit weitermachen!
Dementsprechend sah mein Schrankinhalt dann auch aus: bunt, laut, voller Einzelteile.

Irgendwie war das ganz schön frustrierend, denn ich habe nicht nur so genäht, sondern auch entsprechend eingekauft. Alles nähe ich ja nicht selbst.
Also habe ich damit angefangen mich mit der Frage zu beschäftigen, wie ich es insofern besser machen kann, dass ich wieder Spaß daran habe mich zu kleiden & die tägliche Auswahl mit Freude zu treffen.

Hier kommen meine Fragen, die ich mir heutzutage stelle, bevor ich mich um Schnitt & Material für ein Nähprojekt kümmere:

I. Braucht mein Freudenspender* ein solches Teil?
Mein Herz schreit in der Regel ganz laut JAAAAAAA, doch hier darf mein Kopf definitiv mitreden. Denn mein Kopf sagt NEIN, wenn ich mir die zehnte blau-weiß gestreifte Bluse nähen will (bisher sind es zwei & ich denke so zwei bis drei gehen schon noch; ja, da habe ich wohl einen Tick …)!
Wenn ich mir allerdings einen neuen Blazer in meiner Lieblingsfarbe blau nähen will, der nun ausnahmsweise gefüttert wird & der in einer Länge sein wird, die ich noch nicht habe, sagt mein Kopf sehr wohl JAAAAAAA mit der gleichen Begeisterung wie mein Herz.

II. Entspricht das Teil meinem Stil & meiner Körperform?
Hier darf mein Kopf das Ruder behalten! Schließlich will ich meine Kreativität, meine Zeit & mein Herzblut wirklich nur in Teile stecken, die auch wirklich zu mir passen. Zum Beispiel mag ich an anderen Frauen Rüschenkleider, doch an mir kommt beim Blick in den Spiegel eine Assoziation in mir auf, bei dem ich ziemlich breit grinse … Mädchenhafte Teile mag ich dagegen schon, denn meine Kleider sind häufig schlicht & doch mädchenhaft geschnitten. Das bin ich! Diese Klarheit habe ich durch liebevolle professionelle Begleitung & Ausprobieren gewonnen.
Ich kenne meine Körperformen & weiß wie ich sie bestmöglich verpacke, je nachdem, wie ich wirken will. Passt das Teil also zu mir, geht es weiter mit Frage III. …

III. Passt das Teil zum Rest meiner Garderobe?
Hier hilft ein Blick in meinen Freudenspender, denn dann ist ganz schnell klar, ob und wie gut sich das gewünschte neue Teil in den Rest meiner Garderobe einfügt. Nur wenn ich mindestens 5 Kombinationsmöglichkeiten habe, gibt es bei dieser Frage grünes Licht! Meist sind es allerdings weitaus mehr Kombinationsmöglichkeiten. Denn da ich meine Farben klar habe und diese nicht mehr einen Regenbogen bilden, kann ich mindestens 90% meiner Garderobe miteinander kombinieren.
Ein weiterer Aspekt bei dieser Frage ist, ob ich denn auch Gelegenheit habe das Teil zu tragen. Mir schwirrt immer noch ein wirklich zauberhaftes Kleid von Dolce & Gabbana durch den Kopf, dass ich Ende der 90er Jahre anprobiert habe. Bisher habe ich allerdings keine Gelegenheit ein Abendkleid zu tragen. Sollte sich dies irgendwann ergeben, werde ich wohl dieses Kleid abgestimmt auf meinen heutigen Körper schneidern. Auf der Pinnwand in meinem Hirn ist die technische Zeichnung immer noch fest angepinnt!

IV. Brauche ich das Teil jetzt oder kann es warten?
Ja, grundsätzlich bin ich begeistert von antizyklischem Handeln. Ich kaufe gerne im Herbst/ Winter Sommersachen & umgekehrt. Das gleiche gilt auch für das Kaufen von Materialien, da sie dann oft deutlich günstiger sind. Meine Vorliebe für Uni-Stoffe & Ringel hilft mir da natürlich, denn Trends & wilde Muster interessieren mich nämlich nicht die Bohne …
Also frage ich mich, ob ich das Teil nun auch jetzt sofort brauche oder ob es noch warten kann. Ich will zum Beispiel unbedingt ein weißes bodenlanges Ibiza-Kleid. Tragen kann ich es vor dem nächsten Sommer auf gar keinen Fall. Der dunkelblaue, gefütterte Blazer wird mich während der Herbst/Winter Saison definitiv regelmäßig begleiten.
Was denkst Du also, wofür ich mich entscheiden werde?
Im Mai würde meine Entscheidung hier definitiv anders ausfallen, doch jetzt ist Oktober & somit steht die Blazerampel auf grün & das Ibizakleid steht noch ein wenig an der roten Ampel.

V. Welches Material & welche Farbe passen zu dem Teil, zu mir & fehlen noch in meinem Freudenspender?
Also, das Teil & die Farbe habe ich ja irgendwie schon klar. Also es wird ein blauer Blazer! Jetzt geht es um das Material. Einen dunkelblauen Samtblazer habe ich bereits, also fällt dieses Material raus. Da der Blazer gefüttert werden soll, steht hier auch eine Entscheidung an. Mein Blazer soll Stand haben & einen sportlich chicen Stil transportieren.
Ich mag nicht so wirklich gerne Kunstfasern, also wird der Blazer aus Twill sein & das Futter wird aus Viskose sein.
Irgendwie freue ich mich ja jetzt schon auf den fertigen Blazer!
Siehst Du wie viel leichter die Entscheidungen fallen, wenn Du Klarheit hast?

VI. Welche Details kann ich einbauen, damit es ganz MEINS ist?
Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen, dass ich gerne besondere Details mag an meinen Kleidungsstücken. Der dunkelblaue Stoff ist sehr schlicht & das Futter ist ebenfalls dunkelblau mit Paisley-Muster Ton in Ton.
Da ich im Herbst/Winter meist rot als Kombination zu dunkelblau trage werde ich zwischen Futter und Beleg noch rotes Paspelband einarbeiten & als besonderes Highlight habe ich die Expertin für Veredelung aus meinem Onlinekurs gebeten mir eine Stickerei auf den Blazer zu arbeiten. Irgendwie freue ich mich ja jetzt schon wie bolle!
Wie siehst Du das? Magst Du besondere Details oder hast Du es lieber ganz pur?

Für mich ist dieser Entscheidungsprozess unheimlich wichtig, weil ich auf gar keinen Fall ein riesiges Stofflager haben möchte & auch nicht meinen Schrank proppenvoll haben will!
Ich mag es schon eine gute & für mich ausreichende Auswahl zu haben, doch ein Übermaß an Fülle erschlägt mich eher, als dass es mich erfreut.

Vielleicht hilft Dir meine Fragen-Liste ja auch bei der Entscheidung was Du als Nächstes nähen willst, wenn zu viele Ideen & Wünsche in Deinem Kopf herumschwirren!

Wie immer freue ich mich, wenn Du mir ein Feedback zu Deiner Sichtweise gibst & bin gespannt, wie Du Deine Nähprojekte planst!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

* so nenne ich meinen Kleiderschrank

‚Kann Spuren von Werbung durch Verlinkung enthalten‘

Das Bügelei, mein Freund & Helfer

Kennst Du das Bügelei & seine tolle Hilfestellung für Dich? Nein, dann berichte ich Dir gerne, was es alles für Dich tun kann & gebe Dir eine Anleitung, wie Du Dir Dein eigenes Bügelei ratzfatz selbst herstellen kannst.

Das Bügelei oder auch Bügelkissen hilft Dir Rundungen besser auszubügeln. Auch wenn die wenigsten von uns gerne bügeln, ist es beim Nähen & Schneidern häufig die halbe Miete …

Mein Bügelei hat eine Aufhängeschlaufe

Es ist besonders bei Oberteilen wir Blusen & Blazern meine große Hilfe im Entstehungsprozess, denn so gelingen die Schultern besonders gut!

Ich selbst nutze es auch gerne zum Bügeln der fertigen Teile, denn eine gut gebügelte Schulter an der neuen Bluse macht einfach einen super gepflegten Eindruck.

Mein Bügelei habe ich aus den folgenden Materialien hergestellt:

  • Oberstoff
  • Vlies (ich habe immer Putzlappen zum verstärken zu Hause *hüstel*)
  • Gummiband
  • Ripsband
  • Füllwatte
Die Füllwatte hat es diesmal nicht auf´s Foto geschafft

Mein Muster für das Bügelei kannst Du hier herunterladen & es ausdrucken.

Zunächst habe ich das Bügelei mit Nahtzugabe 2x aus dem Oberstoff sowie dem Vlies zugeschnitten. Das Gummi habe ich ungedehnt auf die Stoffbreite mit Nahtzugabe zurechtgeschnitten & von dem Ripsband ein Stück, so dass die Schlaufe für mich persönlich praktisch ist.

alle Einzelteile auf einen Blick

Für das Ripsband habe ich einen Tipp für Dich, denn ausfransende Enden finde ich einfach blöd. Geht es Dir auch so? Aus diesem Grund verschweiße ich sie immer mit einem Feuerzeug, so passiert es nicht, dass es womöglich später ausreißt.

Danach habe ich die untere Kante von Oberstoff & Vlies aneinander geheftet, damit hier später Nichts verrutscht. Die Schlaufe & das Gummi habe ich auch direkt an einem Teil des Oberstoffs angeheftet.

Nun geht es an das Zusammennähen der beiden Seiten. Wichtig ist hierbei, dass Du eine ausreichend große, doch nicht zu große Wendeöffnung lässt. Ich habe ca. 5 cm offen gelassen.

Nach dem Wenden beginnt das, was ein wenig anstrengend ist, denn Du stopfst Dein Bügelei so voll mit Füllmaterial, bis es ziemlich hart ist. Bei mir sind 2/3 der großen Tüte mit Füllwatte in dem kleinen Kissen verschwunden …

So hast Du einfach besonders viel Effekt durch Deinen neuen Helfer!

Auf dem obigen Bild siehst Du, dass ich das Bügelei mit dem Ärmelbügelbrett verbunden habe mit Hilfe des Gummibandes. So ist es stabiler, wenn ich eine herausfordernde Rundung bügle.

Mein neues Bügelei habe ich aus dem gleichen Stoff genäht, den ich auch verwendet habe, um mein Bügelbrett & das Ärmelbügelbrett bezogen habe. Ich mag es einfach, wenn Dinge harmonisch wirken & hübsch anzusehen dürfen sie auch gerne sein!

Ich freue mich sehr, falls Du Dir ein Bügelei nach meiner Anleitung zauberst, wenn Du mir ein Feddback gibst, wie es gelungen ist. Du kannst dies hier im Kommentar, auf Instagram & bei Facebook machen. Viel Spaß beim zaubern …

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Warum Schnitte selber erstellen? Es gibt doch so viele …

Falls Du Dir diese Frage schon mal gestellt hast, bist Du hier richtig. Denn ja, es gibt unzählige wirklich tolle Schnittmuster & es macht wenig Sinn, das, was bereits gut funktioniert nochmal neu zu erstellen. Das ist auch nicht mein Anliegen.

Doch es kommt häufig vor, dass Du einen Kaufschnitt an so vielen Stellen ändern musst, um ihn auf Dich anzupassen, dass Du ihn „eigentlich“ auch direkt hättest selbst erstellen können. Mir ging es zumindest sehr oft schon so! Für mich ist das ähnlich frustrierend, wie mit gefühlten 100 Kleidern in die Umkleidekabine zu gehen und genervt/ frustriert/ traurig (such Dir was aus) wieder herauszukommen und ALLE Teile im Laden zu lassen, weil nicht ein Einziges gepasst hat.

Darauf hatte ich irgendwann keine Lust mehr und habe begonnen selbst Schnitte zu zeichnen. Zuerst mit ganz simplen Teilen in Oversize, denn da ist die Passform nicht soooooo wichtig *hüstel*. Später wurde ich immer mutiger & mein bisheriges Meisterstück ist mein kleiner Blazer.

mein kleiner Blazer

Vielleicht hast Du ihn schon mal gesehen. Es gibt ihn in meinem Freudenspender (ja, so nenne ich meinen Kleiderschrank) mehrere Exemplare davon.

Dank dieses Schnittes gibt es nun den Basiskurs Schnitterstellung, der am 14. Oktober startet.

Der Blazerschnitt hat bei den Nähbienen in meinem Umfeld für große Begeisterung gesorgt & viele wollten diesen Schnitt haben. Nun habe ich durch meinen Brotjob gar nicht die Zeit so viele Schnitte nach Maß zu zeichnen & ehrlicherweise hatte ich dazu keine Lust.
So entstand dann die Idee für den Online-Kurs zur Schnitterstellung.
Meine frühere Tätigkeit als Dozentin & meine Freude daran Anderen zu helfen ihr Wissen zu erweitern & Fähigkeiten auszubauen haben da natürlich ganz leise im Hintergrund „au jaaaa“ gerufen!

Mein Anliegen ist es also, dass auch Du die Fähigkeiten entwickelst, die Du benötigst um Dir die Kleidung zu nähen, die Dir entspricht & zu Deinem Körper passt! Denn so kannst Du Dich in Deiner Kleidung wohlfühlen & hast nicht das Bedürfnis ständig an Deiner Kleidung herumzuzuppeln. Kennst Du das auch? Ich mag es gar nicht, wenn ich ständig das Bedürfnis habe zu zuppeln …

Wenn Du also dieses Gefühl beim Nähen kennst …

na wenn das mal gut geht …

… dann bist Du in meinem Kurs goldrichtig! Denn wenn Du DEINEN perfekten Schnitt hast, kannst Du ihn so vielfältig abwandeln, dass Dir kaum jemand glauben wird, dass Du je an Deiner Kleidung gezuppelt hast oder Dich womöglich nicht wohlgefühlt hast.

Indem Du Deine Fähgkeiten auf ein neues Level hebst, kannst Du Dich selbst beschenken mit gut sitzender Kleidung, die wirklich zu Dir & Deinem Körper passt.

Es gibt Schnitte, die sind schon perfekt, doch die anderen kannst Du anpassen & eben auch selbst erstellen. Meine alten, auf mich angepassten Lieblingsschnitte nähe ich weiterhin und alle anderen kann ich mir selbst erstellen. Früher habe ich darüber Scherze gemacht, dass mein Hirn zwar nicht für Integralrechnung gemacht ist, mein textiles Gehirn dafür sehr ausgeprägt ist! Heute bin ich darüber sehr glücklich, denn Integralrechnung würde mir an dieser Stelle nicht helfen … Mein textiles Gehirn dafür schon & das Tolle ist, dass Du es auch anzapfen kannst.

hinter meiner Stirn sitzt es, mein textiles Gehirn

Mein textiles Gehirn sorgt nicht nur dafür, dass ich mir kleinste Details an Kleidungsstücken merken kann, die ich einmal in der Hand hatte, sondern auch dafür, dass ich ein Kleidungsstück sehe & es sich vor meinem inneren Auge in seine einzelnen Schnitt-Teile zerlegt.

Wenn Du also Interesse hast, ab dem 14.10. im Basiskurs Schnitterstellung mitzumachen, melde Dich gerne bei mir unter info@exclusiveneedle.com oder schau bei Facebook unter https://business.facebook.com/eXclusiveneedle/ vorbei. Dort habe ich in einem Live Video Alles zum Kurs erzählt.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du schon mal Schnitte selbst erstellt nach Deinen Maßen? Hast Du Lust dazu, Deine Komfortzone zu verlassen & Deine Fähigkeiten auf ein neues Level zu heben?
Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt wie Bolle auf den Kurs!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Warum Schneidern so viel mehr ist als Nähen oder …

… warum ich meine Schnitte oft selbst zeichne

Kennst Du das?

Du machst Dich auf die Suche & na klar, Du findest kein Schnittmuster in dieser Art oder zumindest keines, dass es in Deiner Größe gibt oder Du musst eh immer total viel Anpassen …

Ja ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen! Versteh mich bitte nicht falsch, ich finde Eichhörnchen toll & erfreue mich immer daran, wenn mir eines begegnet. Doch es ist wirklich manchmal wie verhext mit der Suche nach „dem Einen“ Schnittmuster.

Zu Beginn meiner Nähkarriere habe ich dann Schnitte genommen, die ein wenig in diese Richtung gingen und habe sie so lange verändert, bis es meiner Vorstellung nahe kam! Mit der Zeit hat sich mein Anspruch dann verändert. Die vielen Änderungen fand ich nervig und es war irgendwie doch nicht 100%ig MEINS!

Wie ist das bei Dir? Tobst Du Dich hier kreativ aus?

Gerade bei verbindenden Schlüsselstücken im Schrank lohnt sich für mich der Aufwand meine Idee zu 100% umzusetzen. Es macht mir Freude sie zu tragen & ich trage sie wirklich sehr lange Zeit.

Viele Jahre lang habe ich Bücher über Nähtechniken gelesen. Vor allen Dingen die alten Techniken faszinieren mich, weil diese oft noch wirkliche Kenntnisse und Fertigkeiten erfordern. Verstehe mich bitte richtig, ich bin eine schnelle Nähbiene und produziere gerne in Serie. Das darf auch gerne schnell gehen und ich habe wirklich viele schnelle Teile, die ich sehr liebe & in Dauerschleife trage! So ein handwerklich gut gearbeitetes Stück ist aber einfach etwas Besonderes.

Bis es zu meiner Idee kam, meine Art Schnitte nach eigenen Maßen zu erstellen als Online-Kurs anzubieten, habe ich oft gedacht dass ich mir die Sachen zurechtfrickel (das sagt der Ruhrpöttler für laienhaftes zusammenschustern). Mittlerweile ist mir allerdings klar geworden, dass genau das mehr mit maßschneidern als mit nähen zu tun hat. Somit ist mein Jugendtraum vom Schneidern & Designen doch neben meinem Brotjob wahr geworden.

Der Duden sagt dass maßschneidern 2 Bedeutungen hat:

  1. (als Schneider) nach Maß anfertigen
  2. etwas in der Weise anfertigen, erstellen, dass es bestimmten Wünschen, Anforderungen o.Ä. entspricht

Nähen ist laut Duden etwas Anderes:

  1. Teile von Textilien, Leder o.Ä. mit Nadel & Faden, mit der Nähmaschine zusammenfügen
  2. a) durch Nähen 1. herstellen b) durch Nähen 1. an, auf etwas befestigen

Du erkennst sicherlich den Unterschied? Wie sehen Deine Wünsche & Anforderungen an Deine Kleidung aus?

Gerade in der heutigen Zeit bin ich nicht alleine damit, mir Gedanken zu machen über die Produktionsbedingungen von Kaufkleidung. Ich kaufe auch Kleidungsstücke, allerdings kaufe ich gerne hochwertige Teile Second Hand & gebe auch meine Teile in gute Hände ab, wenn ein Kleidungsstück & ich uns entfremdet haben. Dazu schreibe ich dann ein anderes Mal mehr.

Mir ist es wichtig langlebige Teile in meinem Schrank zu haben, die mir & meinem Stil entsprechen. Wie kommst Du auch dahin, dass Dein Schrankinhalt Dein Freudenspender wird? Selbstverständlich ist dafür die Qualität des Materials wichtig, aber noch so viel mehr! Wie gut harmonieren Deine Teile miteinander? Welche Farben trägst Du gerne & wie gut sitzen die einzelnen Teile? Du weißt mit Sicherheit dass Du auf dem richtigen Weg bist, wenn Du Komplimente bekommst, dass Du wieder mal toll aussiehst & glaube mir, dass ist viel leichter als Du denkst.

Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich in meinem Brotjob die Frauen inspiriere & sogar schon selbst genähte Kleidungsstücke kopiert werden. Für mich ist das wirklich ein megatolles Kompliment! Es bedeutet ja, dass ich ‚trotz viel Figur‘ oder auch gerade deswegen eine Inspirationsquelle bin & eines kann ich Dir sagen, das bin ich echt gerne!

Es gibt wirklich viele gratis zur Verfügung stehende Inspirationen im World Wide Web & ganz ehrlich, mich erschlägt diese Fülle ganz oft. Kennst Du das auch? Ich habe also in den letzten Jahren immer mal wieder nach Dingen, Techniken & Anleitungen gesucht. So richtig habe ich allerdings nicht das gefunden, was ich mir so vorgestellt habe. Also habe ich mit all den Inspirationen und Informationen im Kopf angefangen meine Schnitte selbst zu zeichnen. Es hat funktioniert & ich habe so viel Freude an diesen Teilen, weil sie eben einfach richtig sitzen! Ich bin fest davon überzeugt, Du kannst das auch.

Für meine Oma war es noch ganz normal, dass neue Kleidungsstücke auf dem Weg zum Kleiderschrank noch beim Änderungsschneider abgebogen sind. Aber sind wir doch mal ehrlich! Ein Kleid für 20€ bringe ich doch nicht für 20€ oder mehr zum Änderungsschneider. Mich mit schlecht sitzender Kleidung abzufinden ist zwar möglich aber mistig & so richtig wohlfühlen kann ich mich in so einem Teil auf gar keinen Fall! Wie siehst Du das?

Wenn Dein Körper auch Anforderungen an Kleidung hat, welche die Mode von der Stange nicht erfüllen kann, Du schon einiges an Erfahrung im Nähen von Kleidung hast & Deine Vorstellungen sich nicht einfach so mit Kaufschnitten verwirklichen lassen, dann ist mein Basiskurs Schnitterstellung genau das Richtige für Dich! Ich begleite Dich durch die Workshops & Du bekommst die Informationen, die Du wirklich brauchst, um Dir Deine Basisteile für die Garderobe abseits vom Casual-Look, die Du Dir wünschst zu erstellen!

Schneidern ist so viel mehr als nähen & auch in Dir steckt so viel mehr, als Du ahnst. Mein Onlinekurs befähigt Dich, dass Du Dir zukünftig Dein Wohlgefühl auf Deinen Leib schneidern kannst – ich freue mich darauf, Dich auf diesem Weg zu unterstützen.

Wir starten mit dem Kurs am 14.10.2019 & in den nächsten Tagen folgen weitere Infos.

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Die Frage was ich mir warum nähe oder …

… eben auch nicht, ist mir schon häufig gestellt worden.

Aktuell plane ich meine Herbst-Winter-Garderobe, nachdem ich meinen Schrankinhalt vor einigen Wochen auf Herz & Nieren geprüft habe.

Alle Teile, die nicht mehr passen habe ich in den Heimaturlaub mitgenommen & meine Kindheitsfreundin hat 95% der Teile ein neues Zuhause gegeben. Das freut mich total, weil es mir dann wirklich leicht fällt, mich davon zu trennen. Die restlichen 5% hat die Katzenhilfe Oberhausen als Spende bekommen, so dass der Verkaufserlös den bedürftigen Tigern zugute kommt. Das passt für mich als Katzenmama absolut!

Die Kleidungsstücke, die total abgetragen sind haben als letzte Aufgabe mir beim Polieren meiner Schuhe zu helfen.

Jetzt habe ich einen Überblick, was ich noch im Schrank habe & kann fröhlich drauflos planen.

Die Frage die ich mir bei aller Begeisterung für die vielfältigen Möglichkeiten im Nähuniversum immer stelle, lautet:

Ich möchte einfach meine Teile möglichst gut miteinander kombinieren können und nicht zu viele Einzelstücke im Schrank haben. Denn egal ob gekauft oder selbst genäht ist mein Ziel ein Dinosaurierkleiderschrank wie die liebe Frau Maier es beschreibt. Nachdem ich ihren Stilsicher in 8 Wochen Kurs gemacht habe fällt mir die Nähplanung definitiv wesentlich leichter! Mittlerweile können all die wundervollen Stoffe, die mir jedoch nicht entsprechen, mich nicht mehr verlocken & das hilft mir auf jeden Fall meine Pinunsen für die (für mich) richtigen Stoffe zusammenzuhalten.

Außerdem beschäftigt mich auch seit einigen Jahren die Frage nach der Nachhaltigkeit in meinem Leben. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich shoppe schon gerne. Doch es gibt heute mehr Fragen die ich mir stelle als früher, wo es nur darum ging will ich das Teil & passt es.

Gerade am letzten Freitag kam die passende Bernina Freitagsfrage. Ich persönlich finde es wichtig mir auch darüber Gedanken zu machen. Upcycling ist im Bekleidungsbereich für mich im Bereich Businessmode eher raus. Wobei ich zum Beispiel aus einem tollen, leider an einigen Stellen abgeriebenen Samtrock Kissenbezüge nähe.

Nachhaltigkeit beim Nähen bedeutet für mich, dass ich:

  • qualitativ hochwertige Stoffe verarbeite, die unter guten Bedingungen produziert wurden (so habe ich auch lange etwas davon)
  • Probeteile in Farbe & Material nähe, die ich im Gelingfall auch trage, weil sie zum Rest meiner Garderobe passen
  • farblich in meinen Farben bleibe, die ich Dank Frau Maier klar habe
  • nur die Teile genäht werden, die ich wirklich benötige
  • die neuen Teile gute Kombipartner für die Bestandsgarderobe sind
  • bei Einzelstücken die aus dem Rahmen fallen sicher bin, dass es genug Gelegenheiten gibt das Teil zu tragen

Gerade die Klarheit was meine Farben angeht hilft mir sehr, da ich so nahezu Alles miteinander kombinieren kann.

So ist meine Farbpalette aufgegliedert:

Für den kommenden Herbst-Winter brauche ich noch die folgenden Teile:

  • einen Wintermantel der meine Kleider & Röcke verdeckt in schwarz oder dunkelblau (je nach Färbeergebnis eines Bestandsstoffes)
  • einen schwarzen Bleistiftrock
  • einen schwarzen Blazer
  • zwei Shirts in weiß & dunkelblau je einmal mit 3/4- & 1/1-Ärmel
  • je eine langärmelige Bluse in weiß, schwarz, grau & dunkelblau
  • eine weichfließende dunkelblaue Businesshose mit Schlag (ja, ich lieeeebe Schlaghosen)

Wie Du siehst, habe ich einige Projekte vor der Brust & ich freue mich schon darauf jetzt nach meinem Urlaub wieder zu Hause zu sein. Denn meine Nähmaschine & ich haben ganz schön Nachholbedarf nach der Trennung.

Nun muss ich nur die Entscheidung für die jeweiligen Schnitte treffen … Offen sind aktuell noch der Mantelschnitt & der Hosenschnitt. Die übrigen stehen für mich als bekennende Serientäterin fest!

Mein zuletzt genähtes graues Shirt mit Volant am Saum wird nach dem ersten Testtragen definitiv in Serie gehen!

Der Bleistiftrock wird dieser Schnitt sein:

Die Bluse ist mein Wohlfühlteil & wird nach diesem Schnitt sein:

Der Blazer wird natürlich, wie könnte es anders sein, nach meinem Schnitt genäht:

Um das Ganze auch gut abarbeiten zu können, habe ich mir einen Nähplaner erstellt. Ja, ich gebe es zu! Ich bin ein Strucki & auch vor meiner Leidenschaft macht diese Eigenschaft nicht halt …

Wie nähst Du? Munter drauf los oder auch geplant?

Wenn Du auch Interesse an dem Nähplaner hast, melde Dich gerne per E-Mail bei mir, dann sende ich Dir den Downloadlink zu.

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Dieser Beitrag enthält Spuren von Werbung aus Überzeugung ohne Bezahlung wegen Namensnennung.

Wie Wünsche Bäume versetzen oder …

… warum ich wieder eine Tasche genäht habe

Diejenige, die mich kennt weiß, dass ich lieber Biesen oder hochkomplizierte Kleidungsstücke nähe als eine Tasche!

Taschen nähen stresst mich! Ich bin voller Bewunderung für fleißige Taschen-Näherinnen, wie die liebe Delia von Nähmusik. All diese Details und dann womöglich noch das Rumgefrickel (das sagt man im Ruhrpott für Gefummel) mit dem Reißverschluss. Dazu kommt noch die Entscheidung welche Einlage die richtige ist & welche Details mir besonders wichtig sind klar zu haben.

Hinterher bin ich stolz & reif für eine zweistündige Nackenmassage …

Da ich nun schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Handtasche in dunkelblau war, die meine geliebte Beutelform hat, dabei nicht zu schwer ist, in der Ausführung schlicht & dabei als Allrounder die perfekte Begleitung in Job & Freizeit ist, musste ich selbst ran. Denn eine solche Tasche, deren Preis ich aktuell bereit bin zu bezahlen habe ich nicht gefunden.

Da Anleitungen nicht so mein Ding sind & ich in der Form eh keinen Taschenschnitt gefunden habe, bin ich kreativ an mein Schnittmustermaterial herangegangen.

Das sind nun die Schnitteile, aus denen mein neuer Allrounder entstanden ist:

Meist trage ich Silberschmuck, doch an Taschen mag ich auch sehr gerne andere Metalle. Hier habe ich nun antikmessingfarbene Teile gewählt & durfte während des Nähens feststellen, dass mein Endlosreißverschluss und der schöne Zipper nicht kompatibel sind … so ist das häufiger bei mir. Wie gut dass ich mich von solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten lasse!

Der Taschenkörper und der Trageriemen bestehen aus Kunstleder. Das Futter habe ich aus einem Stoffrest gemacht, von dem Stoff den meine Kurstesterinnen für den Blazer bekommen haben. Der Stoff hat einen festen Griff und ist durch die gewebte Struktur ziemlich edel für ein Taschenfutter.

So sieht das fertige Modell aus, das Minna mit Freude präsentiert:

Ich mag den Knautschlook sehr & durch das Kunstleder wird sie auch bei Hamburger Wetter eine treue Begleitung sein.

Das Futter hat nahezu die gleiche Farbe wie das Kunstleder und ich liebe sie schon jetzt, nachdem sie eine Woche im Einsatz ist.

Super ist das geringe Gewicht, bei dem definitiv keine Ledertasche mithalten kann.

Wenn Du Dich regelmäßig in Großstädten bewegst, weißt Du die Vorteile eines Reißverschlusses garantiert ebenso zu schätzen wie ich.

Langfinger sind hier überall! Ich überlege nur gerade noch, ob ich den Zipper mit einem Lederrest aufpeppe, da ich ja auf das tolle Teil in Metallfarbe verzichten musste.

Heute darfst Du sogar einen Blick in meine Tasche werfen. Es ist ja noch aufgeräumt & ohne Krümel beim Blick hinein …

Sie hat zwei Innentaschen für meine beiden Handys und das, was sofort greifbar sein muss. Sowie eine große Teilung, um zum Beispiel Einkaufsbeutel o.ä. zu beherbergen.

Da ich eine notorische Schlüsselsucherin bin, hat sie auch einen Schlüsselfinder. Der Karabiner wird noch ausgetauscht, sobald ich einen in der richtigen Metallfarbe gefunden habe.

Hier ist nochmal ein Blick ins Innenleben aus einer anderen Perspektive.

Ich bin auf jeden Fall ganz verliebt & auch sehr stolz auf mich, dass ich mich endlich überwunden habe. Das Material lag nun schon seit mehreren Monaten im Nähzimmer *hüstel*.

Kennst Du das auch? Also dass Du ein Teil wirklich haben willst & Du dann doch eine gefühlte Ewigkeit brauchst, um es anzugehen?

Hinterher denke ich dann immer „war ja gar nicht so schlimm wie befürchtet“!

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Ja, Rüschen machen Volumen & …

… es stört mich nicht im Geringsten.

Als ich dieses Kleid beim Me-Made-May getragen habe, kommentierte eine Frau sehr zaghaft, dass dieses Kleid ja sehr schön verarbeitet zu sein scheint, aber eben auch Volumen macht.

Meine Antwort darauf war: Na klar, denn darunter ist auch ganz schön viel Volumen. Es wird keinem Kleidungsstück der Welt gelingen optisch eine 34 aus mir zu machen & es gibt Tage, da möchte ich seeeehr luftig angezogen sein.

Kennst Du das auch? Ich habe Tage, an denen möchte ich im Cafe sitzen, die Sonne genießen & ein Stück Kuchen zu meinem Kaffee. Das ganze dann bitte ohne Bauch einziehen, mir Gedanken machen, ob man auch nicht zu weit unter den Rock schauen kann. Alternativ mag ich es auch im Sommer im Park auf der Wiese zu sitzen & es gibt Kleider in denen das wirklich eine Herausforderung ist! In diesem Kleid bin ich dann ganz entspannt.

Der Stoff ist ganz fein gestreift in blau weiß & ich mag diese Streifen seitdem ich als Kind in genau diesem Muster ein Matrosenkleid hatte, das ich sehr geliebt habe.

Der Schnitt ist am Oberteil wieder der angepasste Schnitt aus der Ottobre 5/2012, den ich schon beim Partykleid verwendet habe. Für die Stufen habe ich geschaut wie lang mein Kleid sein soll und habe die Rocklänge einfach durch zwei geteilt.

Hier kam dann mein geliebter Ruffler an meinem Porsche zum Einsatz, den ich von meiner Mutter zu Weihnachten bekommen habe. Es gibt nämlich kaum Etwas an der Nähmaschine, das ich weniger kann, als Raffen …

Da ich besondere Details liebe, habe ich die Buchstaben-Nähfunktion an meinem Porsche genutzt und mein Monogramm eingenäht. Natürlich habe ich hier die Garnfarbe einen Tick dunkler gewählt, als der blaue Streifen ist.

Da der Stoff so dünn ist, ließ er sich auch an den Belegen trotz Ovi-Versäuberung super umschlagen und vernähen.

Wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, wie sehr ich es liebe in meinen Röcken & Kleidern Taschen zu haben!

Gerade bei den weit fallenden Stufen musste ich natürlich Taschen einarbeiten & freue mich bei jedem Tragen darüber wie ein kleines Kind. Ganz besonders, weil sie mir so gut gelungen sind!

Die Rüsche, die ich ursprünglich am Ärmel angesetzt hatte gefiel mir nicht und der Ärmel war mir gefühlt zu eng. Also habe ich die Ärmel nochmal neu zugeschnitten und diesmal ohne Abschlussrüsche gearbeitet (davon habe ich nur noch kein Foto gemacht).

Interessant finde ich, dass sowohl beim oben bereits erwähnten Partykleid, wie auch bei dem folgenden die Ärmel genau gleich groß zugeschnitten wurden, das Material sich aufgrund seiner Eigenschaften dann schlussendlich völlig anders verhält.

Das rote Kleid ist aus Leinen, das Partykleid aus einer schweren Baumwollqualität mit Glitzerfaden und das blau-weiße Kleid ist aus einem Baumwoll-Poly-Gemisch. Alle drei Stoffe sind ohne Stretchanteil.

Weil ich bekennende Serientäterin bin, was das Nähen angeht, habe ich schon wirklich viel über Stoffe und ihre Eigenschaften lernen dürfen!

Mein Walla-Walla-Kleid ist auf jeden Fall ein Lieblingsstück, das mich bestimmt lange begleiten wird & wenn es in HH nochmal richtig heiß wird in diesem Sommer, darf es sogar mit ins Büro …

Magst Du diese Art Kleider oder magst Du es ausschließlich Figurbetont?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh) Zeit für ein tolles Projekt ♥️

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Alle Produkte, Zubehör & Stoffe wurden bezahlt.

Mein Allrounder-Kleid & wieso …

… es mich nahezu ganzjährig begleitet

Hast Du auch Teile in Deinem Schrank, die Dich nahezu ganzjährig begleiten?

Diese schlichten, megagut zu kombinierenden Teile sind zwar die eher unspektakulären Nähprojekte, doch mir machen sie oft mehr Freude. Hier kann ich mich in der Technik verlieren, achte besonders auf die Details & nehme gerne besonders langlebige Stoffe.

Eines dieser Teile in meinem Schrank ist zum Beispiel mein geliebtes Jeanskleid ♥️!

Es ist so schlicht, dass ich es nahezu immer wieder anders tragen kann. Es hat keine Ziernähte oder herausstechende Garnfarbe in der Farbe meiner Accessoires (grau, salbei & rot wären da ganz weit vorne).

So ganz pur trage ich es gerne im Büro im Frühjahr oder jetzt (denn HH scheint sich gerade herbstbereit zu machen):

Wenn es offizieller wird oder Außentermine anstehen, mag ich es auch mit einem dezenten Blazer kombiniert:

Auch im Herbst & Winter passt es sich wunderbar mit Schal & Stiefeln an:

Privat darf es dann auch mal eine andere Seite zeigen mit Doc Martens und Tuch:

Besonders an den Details habe ich große Freude, wenn zum Beispiel die Falte den Abnäher beim ersten Versuch trifft:

Noch besonderer machen es für mich die Details wie der Beleg am Ausschnitt:

& am Ärmel:

So fühle ich mich einfach in jeder Art das Kleid zu tragen sauwohl & freue mich über einen hoffentlich langjährigen Begleiter!

Denn mein Ziel ist ein „Dinosaurier“-Schrank a la FRAU MAIER Stilberatung !

In diesem Artikel hast Du somit hoffentlich einen Dinosaurier entdeckt.

Der Schnitt ist wieder mein Lieblingskleid aus der Ottobre 5/2012.

Ich sitze heute wieder in meinem Home Office & arbeite an meinem Onlinekurs. Aufgrund des Wetters trage ich mein Kleid mit Schal, Strümpfen und Puschen.

Was machst Du heute?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

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Ein Jerseyblazer ohne Futter ist …

… genau das, was ich gerade brauche!

Der Sommer meldet sich und auch bei sommerlichen Temperaturen habe ich Termine, an denen es ziemlich formell zugeht.

Ein Blazer aus Sweat oder aus klassischem Businessmaterial ist doch eher zu warm. Sommerwolle vertrage ich nicht so gut, weil selbst die beste Qualität mich kratzt …

Also habe ich mich für einen festen Jersey entschieden. Das gleiche Material habe ich schon für diese Kombination verarbeitet.

Ich habe einmal alle Einzelteile für Dich geknipst. Ein Wunder dass ein Foto ohne Viktor gelungen ist!

Die Frage bei einem ungefütterten Blazer ist immer, wie gestalte ich das Innenleben? Wie versäubere ich das Ganze? Was passt zum Material?

Da dieser Blazer aus Jersey ist, habe ich mich für das Versäubern mit der Overlock entschieden. Für französische Nähte ist das Material zu dick & für eine Versäuberung mit Schrägband zu dünn, bzw. zu empfindlich.

Hier siehst Du ein paar Bilder vom Inneren:

Dann musste natürlich noch die Entscheidung getroffen werden, mit welchem Knopf ich den Blazer schließe.

Diese drei Knöpfe kamen in Frage:

Geworden ist es dann der große rote Knopf in der Mitte!

Das Knopfloch habe ich mit einem Flies verstärkt, da sonst bei Jersey die Knopflöcher häufig unregelmäßig werden.

Das Foto habe ich nach mehrmaligem Schließen & Öffnen geknipst.

Natürlich gibt es auch ein paar Bilder von Außen! Ich mag diese Blazerform sehr & trage sie zu nahezu allen Teilen. Egal ob Kleid, Rock oder Hose.

Besonders die Ziernaht mag ich gern!

Die Wiener Nähte vorne geben dem Blazer Form und Sitz. Das finde ich toll! Denn auch mit „viel Figur“ mag ich eher figurbetonte Kleidung. Walla-Walla-Mode macht es in meinen Augen optisch eher unansehnlicher! Den Schnitt habe ich selbst erstellt nach meinen Maßen.

Zum ersten Mal gibt es auch einen kleinen Film des Blazers!

Was trägst Du gerne im Sommer im Büro? Verrätst Du es mir?

Ich wünsche Dir jetzt einen wunderbaren Sonntag & ein wenig (Näh)Zeit für ein tolles Projekt ♥️

Psst 🤫 ich arbeite an Workshop 2 für meinen Beta-Kurs zur Schnitterstellung. Gestern ging Workshop 1 online & ich finde es gerade super spannend 😍!

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